In meiner Arbeit höre ich häufig Sätze, die mit „Ich muss …“ beginnen. In meiner Ausbildungsgruppe nennen wir es das heilige „Müssen“. Fast immer hake ich bei diesen Sätzen ein und frage „Wollen Sie das denn?“ oder frage „Sagt wer?“. Den meisten meiner Kunden wird erst dadurch bewusst, wie sehr sie sich selbst dadurch unter Druck setzen und wieviel Leid sie sich dadurch selbst zufügen.

Wenn Menschen etwas müssen, geschieht es oft nicht aus eigener Motivation. Wenn ich etwas muss, macht es mir wenig Freude, es ist eher eine Pflichtaufgabe und deutet auf Funktionieren oder innere Antreiber hin.

Wenn wir etwas müssen, gibt es keinen Ausweg. Das vermittelt uns ein Gefühl von Ohnmacht, fremd bestimmt und ausgeliefert zu sein. Ohnmacht und Fremdbestimmung sind große Energiefresser in unserem Leben. Sätze, die mit „Ich muss noch …“ beginnen, erzeugen einen inneren Widerstand. Wir fühlen uns schuldig, wenn wir das Geforderte nicht erledigen, nicht funktionieren. Das schlechte Gewissen treibt uns an. Am Ende manövrieren wir uns so selbst in eine Opferhaltung, denn wir fühlen uns machtlos, eben ohn – mächtig und ausgeliefert.

Dabei haben wir selbst alle Mittel in der Hand. Finden Sie heraus, was Sie selbst wollen. Wann haben Sie Ihr „Ich will“ verlernt? Sätze, die aus innerster Überzeugung heraus mit „Ich will“ beginnen, setzen Energie frei. Etwas, dass ich tuen will macht Freude. Sie erzeugen keinen Widerstand.

Finden Sie heraus, wo sie die Wahl haben. Finden Sie in solchen Situationen Ihr „Ja“ und ihr „Nein“ wieder. Finden Sie heraus, was in Ihrer Macht liegt. Treffen Sie dort Ihre freie Entscheidung, wo Sie eine echte Wahlmöglichkeit haben. Sie werden feststellen, dass dies deutlich öfter, als Sie selbst es glauben, der Fall ist.

Halten Sie sich von Menschen fern, die Ihnen in Dingen, die Sie selbst betreffen, Ihre Wahlmöglichkeiten nicht zugestehen. Wer Sie versucht mit Manipulation und schlechtem Gewissen in seinem Sinne zu lenken, denkt meist nur an sein eigenes Gefühl.

Natürlich gibt es Dinge, die jeder von uns erledigen muss. Die Wohnung muss geputzt werden, der Kühlschrank gefüllt. Aber auch hier haben Sie die Wahl, wie Sie auf diese Dinge schauen. Ich selbst putze z.B. auch nicht gerne, aber ich freue mich, eine schöne Wohnung zu haben, die ich putzen kann. Nicht jeder Mensch hat das Glück, an einem so schönen Ort wohnen zu können. Dafür bin ich sehr dankbar. Alltägliche Pflichten, die so betrachtet werden, können mit viel mehr Freude und Zufriedenheit erledigt werden. Zumindest entlocken sie einem ein Lächeln.

Machen Sie sich nicht selbst zum Opfer, übernehmen Sie Verantwortung für Ihr Leben. Erkennen Sie Ihre eigene Macht und schicken Sie den Satz-Anfang „Ich muss …“ in die Vergangenheit.

Finden Sie es heraus. Wo haben Sie die Wahl?

Für mehr Freiheit, Freude und ein lebendiges Leben.

Dabei wünsche ich Ihnen viel Erfolg, Ihre Karen Prillwitz

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